Was Post-it Zettel mit Stellenanzeigen zu tun haben…

Die ersten Post-it Zettel hatten die bekannte gelbe Farbe. Inzwischen gibt es sie in allen möglichen Farbvariationen und Formen. Egal wo du bist – Universität, Arbeit oder zuhause – Post-it’s werden überall benutzt. Doch die Post-it’s entstanden durch Zufall.

Dr. Spencer Silver wollte bei 3M eigentlich einen super starken Kleber erfinden. Was er dann allerdings unbewusst entwickelte war ein sehr schwacher Kleber. Am Anfang hatte er auch gar keine Ahnung was er damit machen sollte. Es dauerte über 10 Jahre bis die “Erfindung” erfolgreich – als die heute bekannten Post-it’s – genutzt wurde.

Der erfundene Kleber war ursprünglich also für einen komplett anderen Zweck gedacht.

Genauso wie Stellenanzeigen eigentlich dafür gedacht sind, dass du einen Job findest. Doch auch sie können anders äußerst erfolgreich genutzt werden.

Wir werden uns in diesem Artikel mit den 3 versteckten Superkräften von Stellenanzeigen beschäftigen. Und um’s noch cooler zu machen, spielen wir das ganze anhand eines echten Beispiels durch. Wir nehmen einfach mal an, du hast vor ins Marketing zu gehen und dich für Stellen in genau dem Bereich zu bewerben. (das ganze funktioniert aber natürlich für jeden Jobwunsch!)

Die 3 versteckten Superkräfte sind übrigens:

  • Der Start zum Gedankenlesen der Personaler
  • Herausfinden wie gefragt du im Moment bist
  • Perfekte Trainingsmöglichkeiten um in Zukunft zu beeindrucken

Los geht’s 🙂

1. Der Start zum Gedankenlesen der Personaler

Wie genial wäre es, wenn du bevor du überhaupt eine Bewerbung schreibst, schon weißt, was die Personaler und Geschäftsführerrinnen von dir hören wollen? Ich würde sagen auf einer Skala von 1-10 ist das mindestens eine 12 😉

Der erste Schritt um die Gedanken der Personabteilung zu lesen ist einen Fähigkeitsraster zu erstellen

Es geht darum, ein Gefühl dafür zu bekommen, was in welchem Bereich wirklich notwendig ist. Welche Eigenschaften sind wichtig? Worauf achten Unternehmen in deiner angestrebten Branche? Welche Fähigkeiten sind tatsächlich gefragt?

Du erinnerst dich noch – wir wollen uns im Marketing bewerben.

Also nimm dir das Studo-Jobportal oder ein anderes Jobsuchportal. Dort gibst du dann zum Beispiel mal “Marketing”, “Marketingassistent”, usw. ein. Die ersten 10 bis 15 Stellenanzeigen öffnest du. Völlig egal ob du die Firma magst oder ob sie überhaupt in dem Bundesland ist wo du arbeiten willst.

Und dann markierst du dir die Fähigkeiten, Kenntnisse & Mitbringsel die das Unternehmen gerne hätte.

Wenn du nach klassischem Marketing suchst, dann ist relativ schnell klar, dass folgende Dinge wichtig sind…

  • Kommunikativer, kontaktfreudiger und kreativer Teamplayer
  • Ausgezeichnete Deutsch und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Sehr gute MS Office Kenntnisse
  • Stressresistenz, Belastbarkeit, Ausdauer

Und genau dafür soll die kurze Recherche (du brauchst dafür vermutlich nicht länger als 15-20 Minuten) da sein… Was ist wirklich entscheidend?

Um dann tatsächlich die Gedanken der Personaler zu lesen ist natürlich mehr notwendig. Schritt 2 und 3 sind dann spezifische Unternehmensrecherche und “mit echten Menschen” sprechen.

Wie du das genau machst, kannst du in unserem ultimativen Bewerbungstraining – Vom Studium zum Traumjob  – herausfinden. Der Kurs ist für dich übrigens kostenlos!

Unser FiP.S Facebook Messenger Bot erklärt dir gerne alles zu „Vom Studium zum Traumjob“ – klicke dazu einfach auf diesen Link: „Mit FiP.S Facebook Messenger Bot über das beste Bewerbungstraining reden“.

2. Herausfinden wie gefragt du bist

Dieser Punkt sollte relativ klar sein.

Wenn du Software-Entwickler bist und nach Stelleanzeigen suchst, dann brauchst du mindestens für 3 Tage Proviant um dich durch den Berg an Stellenanzeigen zu wühlen. Die Suche dient dir also auch mal dazu um einfach herauszufinden wie gefragt du im Moment bist. Viele Stellenanzeigen und eher wenige Absolventen wäre natürlich die perfekte Kombination.

Für Software-Entwickler trifft das zum Beispiel definitiv zu.

Und das zu wissen sollte dir bei folgenden Entscheidungen helfen:

  • Muss ich diesen Job annehmen obwohl ich’s nicht richtig cool finde?
  • Kann ich noch ein bisschen mehr Gehalt herausholen, als ich mir im ersten Moment vielleicht gedacht habe?

Das bedeutet übrigens nicht, dass die Welt zusammenbricht, falls dein Berufsbild gerade nicht stark nachgefragt wird. In manchen Bereichen werden generell selten Stellenanzeigen geschalten (zum Beispiel Physiotherapie). Und manche Jobs sind zwar sehr gefragt, aber nicht von hunderten Unternehmen. Somit ist es klar, dass du nicht 2.000 Stellenanzeigen finden wirst.

Egal ob dein Berufsbild gerade gefragt ist oder nicht – du musst bei deiner Bewerbung natürlich trotzdem einen Top-Job abliefern. Als kleine Hilfe für deinen Lebenslauf kannst du dir den Artikel: “Lebenslauf: Wie du deine Praxiserfahrungen richtig darstellst um zum Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden” ansehen.

Und die richtigen Antworten im Bewerbungsgespräch findest du im Artikel: „Bewerbungsgespräch – Fragen und Antworten: Was fragen Personaler im Interview wirklich und wie antwortest du darauf?”.

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Was kannst du mit Stellenanzeigen noch machen?

3. Trainieren um in Zukunft zu beeindrucken

Im Artikel “Die einfache, aber sehr oft ungenutzte Taktik, um persönlichen Kontakt zu einem Unternehmen herzustellen” gehe ich darauf ein, dass ein Anruf bei deinem potentiellen Arbeitgeber ein kleiner Baustein sein kann, der dich im Bewerbungsprozess weiterbringt, bevor du überhaupt eine Bewerbung geschrieben hast oder auch nur an das Vorstellungsgespräch denkst.

Durch einen vorgelagerten Anruf, kannst du unter anderem zusätzliche Informationen einholen und vor allem bereits im Kopf der Personaler sein, bevor du dich bewirbst (lies dir den Artikel von oben, damit du das Folgende noch besser einordnen kannst).

Das ganze muss aber auch geübt werden

Wenn du das erste mal bei einem potentiellen Arbeitgeber anrufst, dann kann das schrecklich enden, wenn du keine Übung hast. Vielleicht erwischt du dann auch noch jemanden, der keinen guten Tag hat. Ohne Übung geht’s dann nur mehr bergab.

Und genau da kommen die Stellanzeigen ins Spiel

Nimm dir einfach eine der Stellenanzeigen die du bei deiner Recherche gefunden hast. Oder such nochmal explizit danach – ABER in einem anderen Bundesland. Ein Bundesland in das du sicher NICHT ziehen willst.

Dort rufst du dann an und “übst” diesen Anruf

Und wenn’s dir unangenehm ist, dann kannst du mit unterdrückter Nummer und falschem Namen anrufen 😉 Und wenn du nach dem ersten Anruf merkst, dass du richtig unsicher bist dabei, dann machst du einfach noch einen weiteren Anruf (natürlich bei einem anderen Unternehmen 😉 ).

Und genau das sind 3 versteckte Superkräfte von Stellenanzeigen

Bei den Post-its war übrigens nicht nur die Enstehungsgeschichte ein Zufall. Die markante gelbe Farbe der Post-its ist ebenfalls ein Zufall. Denn das Team von 3M, verwendete einfach übriggebliebenes Papier eines Labors.

Eine perfekte Bewerbung ist allerdings nie auf Glück und Zufall aufgebaut…

Deine nächsten Schritte

Falls du in Zukunft bei jeder Bewerbung der oder die beste BewerberIn sein willst, dann solltest du dir “Vom Studium zum Traumjob” ansehen.

Hier erfährst du mehr zum ultimativen Bewerbungstraining für Uni- und FH-Absolventen.

Du kannst auch gerne mit unserem FiP.S Bot sprechen – er erzählt dir alles zu “Vom Studium zum Traumjob” 😉 Klicke dazu einfach auf diesen URL: “Mit dem FiP.S Bot im Facebook-Messenger sprechen”.