Ein Gastbeitrag von Florian Märzendorfer, CEO & Co-Founder von FiP.S

Ein erschreckendes Studienergebnis und warum es einfach ist, sich besser zu bewerben als deine Studienkollegen.

Ich kann mich noch gut an eine meiner letzten Klausuren im Studium erinnern (und was das mit Bewerben zu tun hat)…

Ich weiß zwar den Namen des Kurses nicht mehr, aber es war eines der letzten Freifächer das ich benötigte. An was ich mich aber noch exakt erinnern kann, ist die Klausur selbst. Es war ein Single-Choice Kreuzerltest. Für mich waren das immer die einfachsten Klausuren.

Also begann ich natürlich zeitgerecht mit der Vorbereitung auf die Klausur… Und zwar am Vorabend. Ich machte einfach die Nacht durch, um mir den Stoff für die Klausur anzueignen. Für Themen, die nicht wichtig sind, ist diese Taktik vermutlich ok. Wenn ich kein nachhaltiges Wissen aufbauen will, dann ist das ziemlich zeiteffizient. Für Themen, die ganz wichtig sind, ist das vermutlich unglaublich dumm, da ich mir eben kein nachhaltiges & dauerhaftes Wissen damit aufbaue.

Sich richtig zu Bewerben ist eines der Themen, bei denen es unglaublich dumm ist, sich nur oberflächlich vorzubereiten

Die Bewerbung ist auch kein Single- oder Multiple-Choice Test. Du gehst nicht ins Vorstellungsgespräch und füllst in einer Stunde einen Testbogen mit Kreuzerl aus. Das Vorstellungsgespräch ist mehr wie die mündliche Abschlussprüfung bei einem sehr strengen Professor. Viel Glück wenn du dich da so wie ich auf die Single-Choice-Klausur vorbereitest. Deine Bewerbungsunterlagen sind übrigens wie eine sehr aufwendige Abschlussarbeit.

Ein “Overnighter” um sich auf ein Vorstellungsgespräch vorzubereiten funktioniert nicht

Vor allem trittst du nicht nur gegen dich selbst an, sondern auch gegen andere Kandidaten. Bei der Klausur ist es egal, ob von den hundert StudentInnen ein paar besser als du waren. Bei der Bewerbung bedeutet es, dass du den Job nicht bekommst.

Wir haben vor kurzem den FiP.S-JAM durchgeführt

Nein, das war kein Musikjam sondern eine Studie. Das JAM steht für Jung-AkademikerInnen-Monitor. Wir haben dort Studenten und Uni- und-FH Absolventen von 20 bis 35 Jahren zu Themen rund um Gehalt, Karriere & Finanzen befragt. Von den 29 gestellten Fragen picke ich für diesen Artikel nur eine einzige Frage heraus…

“Wie lange bereitest du dich durchschnittlich auf ein Bewerbungsgespräch für eine Vollzeitstelle vor?”

Bevor wir zu den Antworten der Teilnehmer kommen. Überleg’ mal selbst, wie lange du dich vorbereiten würdest oder wenn du schon ein Gespräch gehabt hast, wie lange du dich vorbereitet hast.

Der FiP.S JAM hat gezeigt:

  • Mehr als 1/3 der Studenten/Absolventen bereiten sich nur 30 Minuten oder weniger vor.
  • Fast 2/3 bereiten sich nicht länger als 60 Minuten vor
  • Lediglich 5% der Studenten/Absolventen bereiten sich länger als 6 Stunden vor.

Egal wie lange du dich vorbereitest, die Zahlen sind eigentlich unglaublich. Da hab’ ich mich mit meinem nächtlichen Lernmarathon länger auf eine Freifach-Klausur vorbereitet als 95% aller StudentInnen und AbsolventInnen sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten. WTF?!

Nach diesem Ergebnis habe ich mich gefragt:

Was ist der Grund hinter diesen Zahlen? Wieso bereiten sich die Leute nicht besser vor?

Nachdem wir bei FiP.S seit Jahren Seminare, Vorträge und Online-Kurse rund ums Thema Bewerbung nach dem Studium machen, glaube ich zumindest ansatzweise die Antworten darauf zu haben.

1. Manche überschätzen sich selbst und glauben sie brauchen keine Vorbereitung…

… bis sie dann im Vorstellungsgespräch sitzen und eine Frage wie “Nennen Sie mir 3 Gründe warum wir sie NICHT einstellen sollten?” bekommen.

2. Viele wissen gar nicht wie sie sich sinnvoll vorbereiten.

Ein bisschen googeln und in Artikel reinschnüffeln, vielleicht die Freunde fragen (die auch nicht wirklich mehr wissen) und das war’s dann. Das ist auch völlig verständlich. Ich habe im Studium auch nicht gelernt, wie man sich richtig bewirbt und worauf’s wirklich ankommt und der Großteil der Karriere-Vorträge hatte immer dieselben Inhalte, die mich auch nicht wirklich schlauer machten.

Das war unter anderem einer der Gründe warum “Vom Studium zum Traumjob” (Link zu www.vomstudiumzumtraumjob.at) entstanden ist. Das Ziel war einen Kurs zu schaffen, der Studenten den gesamten Bewerbungsweg begleitet und ihnen dabei hilft sich von allen anderen abzuheben und Personaler nachhaltig zu beeindrucken.

Die Zahlen von oben zeigen aber auch eines ganz deutlich

Es ist eigentlich gar nicht so schwer, sich von anderen bei der Bewerbung abzuheben. Wenn sich fast 2/3 nicht mal eine Stunde oder länger auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitet, dann kann’s dir egal sein ob sich 30 oder 250 Leute bewerben. Ein Großteil von Ihnen sind “Zombie-Bewerber”. In ihnen steckt eigentlich kein Leben mehr. Sie sind halt da. Solange du nicht einer von Ihnen wirst, hast du nichts zu befürchten.

Worauf’s beim Bewerben wirklich ankommt ist vermutlich eine der wichtigsten Fähigkeiten die du lernen kannst

Du willst einen Job bei dem du gut verdienst? Der Job soll Spaß machen? Du sollst Aufstiegsmöglichkeiten haben? Willkommen im Club. Das wollen alle. Was wirst du machen um dich von anderen abzuheben? Was wirst du machen um Personaler zu beeindrucken?

Bereitest du dich auch weniger als eine Stunde vor? Wirst du ein Teil der Zombie-Herde? Oder nutzt du genau das aus und gehörst in Zukunft zu den absoluten Top-BewerberInnnen?

Du wirst dich in deinem Leben öfters als einmal bewerben

 

Die Wahrscheinlichkeit, dass du deinen ersten Job die nächsten 40 Jahre machst ist vermutlich bei knapp über 0%. Die Fähigkeit eine absolute Top-Bewerbung abzuliefern hilft dir also dein Leben lang. Wenn wir bei FiP.S Seminare rund um den Jobeinstieg machen, dann kommt es manchmal vor, dass jemand der sich für das Seminar angemeldet hat anruft und absagt, da er jetzt doch “bereits einen Job hat”.

Das ist fast so wie wenn Roger Federer nach seinem ersten Sieg als Junior seinem Coach gesagt hätte: “Training können wir streichen, ich habe gewonnen.”

Hört sich lächerlich an, oder?

Das ist  es auch. Genau so lächerlich ist es sich nur 60 Minuten auf ein Vorstellungsgespräch vorzubereiten. Überleg’ dir wie lange dein Studium gedauert hat. Eines der Ziele deines Studiums war und ist vermutlich, dass du anschließend einen coolen Job bekommst.

Was wirst du also machen? Um gut zu werden wirst du trainieren und dich vorbereiten müssen. Es gibt fast nichts Bedeutungsvolles im Leben, dass du ohne Engagement und Training erreichen kannst. Dein Traumjob fällt dir nicht einfach in den Schoss. Wirklich coole Jobs bekommst du nicht durch Glück, sondern weil du sogar besser bist als die paar Prozent, die sich doch vorbereiten.

Die große Frage ist…

Wie kannst du Weltklasse beim Bewerben werden?

 Worauf kommt’s wirklich an? Was sind die entscheidenden Themen auf die du dich konzentrieren musst? Wie kannst du garantieren, dass du überhaupt ins Vorstellungsgespräch kommst und dort dann auch auf unerwartete Fragen vorbereitet bist?

Wir haben dazu das ultimative Bewerbungstraining – “Vom Studium zum Traumjob” zusammengestellt.

Das Training ist kostenfrei und zeigt dir worauf’s beim Bewerben wirklich ankommt. Das Wissen, das du dir durch den Kurs aneignest wird dir bei jeder Bewerbung helfen. Egal ob wir uns in Zukunft in 20 Jahren nur mehr per Video bewerben, uns zu unserem Arbeitgeber beamen oder alle von zu Hause aus arbeiten.

Hier nochmals der Link, um mehr zu erfahren:

Vom Studium zum Traumjob

(und ja, das Training ist kostenfrei für StudentInnen und Uni-/FH-AbsolventInnen)

Ah ja und: Ich hab‘ den Kurs damals übrigens mit einem “Gut” bestanden. Sind Single-Choice Klausuren nicht nett? 😉

Im Bewerbungsprozess reicht ein “Gut” aber nicht. Denn irgendwer wird ein “Sehr Gut” bekommen. Wenn du es nicht bist, dann bekommt den Job jemand anderer.

Deinen Traumjob zu bekommen ist keine Single-Choice Klausur.

Deinen Traumjob zu bekommen ist wichtiger als das Freifach im Studium.

Was wirst du also machen?